DHM Ergometerruden: Titel geht an die HU
Am Samstag, den 28.02.2026, fand in Düsseldorf die diesjährige Hochschulmeisterschaft im Ergometerrudern statt. Finn Söllner und ich, Luis Haack, hatten die Chance, die Humboldt-Universität zu Berlin zu vertreten und um den Titel des Deutschen Hochschulmeisters zu kämpfen. Gleichzeitig starteten wir im Finale der Virtuellen Weltmeisterschaft, für das wir uns in unseren jeweiligen Altersklassen am vorherigen Wochenende qualifiziert hatten.
Die Vorbereitung in den vergangenen Monaten war intensiv und durchdacht – harte Trainingseinheiten, mentales Arbeiten, Regeneration und Ernährung. Entsprechend fokussiert gingen wir in den Wettkampftag. Als wir morgens die Halle betraten, war die Atmosphäre elektrisierend. Die bekannte Mischung aus Anspannung und Vorfreude machte sich bemerkbar, doch aus Erfahrung wussten wir: Genau dieses Gefühl braucht es, um Höchstleistungen abzurufen.
Die 1000 Meter gelten als eine der härtesten Distanzen im Rudern – zu kurz für Zurückhaltung, zu lang für einen reinen Sprint. Vom Start weg entwickelte sich ein intensives Rennen. Ich konnte mich früh etwas vom Feld absetzen und den Vorsprung bis in die Schlussphase verteidigen. Auf den letzten Metern gelang es mir, den Abstand weiter auszubauen und den Sieg sicher ins Ziel zu bringen. Mit 2:45,7 Minuten gewann ich die Hochschulmeisterschaft – eine Zeit, die im WM-Finale über 1000 Meter für Platz vier gereicht hätte. Finn zeigte ebenfalls ein starkes Rennen und belegte mit 3:01 Minuten einen hervorragenden siebten Platz.
Viel Zeit zur Erholung blieb nicht, denn nur wenige Stunden später standen die WM-Finals an. Trotz schwerer Beine und spürbarer Belastung stellten wir uns erneut der Herausforderung. Im Finale der Altersklasse 21-22 Jahre, über eine Minute erwischte Finn einen explosiven Start, musste dem hohen Anfangstempo jedoch Tribut zollen. Mit 379 Metern erreichte er einen starken vierten Platz.
Auch ich wusste, dass ich nicht mehr meine absolute Bestleistung abrufen konnte, gab jedoch noch einmal alles. Mit 412 Metern belegte ich den sechsten Platz in der Altersklasse 23–39 Jahre und Rang neun in der Gesamtwertung.
Zwei maximale Belastungen an einem Tag – Hochschulmeistertitel am Vormittag und WM-Finale am Nachmittag. Es war ein intensiver Test für Körper und Geist. Insgesamt blicken wir auf ein lehrreiches, erfolgreiches und rundum gelungenes Wochenende zurück, das uns stolz macht und gleichzeitig motiviert, weiter an unseren Zielen zu arbeiten.